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	<title>Designtheorie Archive &#8211; Grafikmagazin</title>
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	<description>Magazin für Kommunikationsdesign</description>
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	<title>Designtheorie Archive &#8211; Grafikmagazin</title>
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		<title>Design als Transformationsmotor bei der FORM / FUTURE Konferenz in Berlin</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/form-future-konferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Tue, 09 Sep 2025 16:55:02 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das legendäre ICC-Messegebäude öffnet am 11. und 12. September 2025 anlässlich des Tag des offenen Denkmals für ein besonderes Konferenzformat seine Türen: FORM / FUTURE ist weniger Veranstaltung, mehr Experiment – ein radialer Versuch, Design nicht als schmückendes Beiwerk, sondern als gesellschaftlichen Transformationsmotor zu begreifen. Design als Mindset, nicht als Disziplin »Wir sehen Design nicht [&#8230;]</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p class="has-larger-font-size">Das legendäre ICC-Messegebäude öffnet am 11. und 12. September 2025 anlässlich des Tag des offenen Denkmals für ein besonderes Konferenzformat seine Türen: <a href="https://formfuture.berlin/experiences/">FORM / FUTURE</a> ist weniger Veranstaltung, mehr Experiment – ein radialer Versuch, Design nicht als schmückendes Beiwerk, sondern als gesellschaftlichen Transformationsmotor zu begreifen. </p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-23151" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke-819x1024.jpg 819w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke-480x600.jpg 480w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke-768x960.jpg 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke-1229x1536.jpg 1229w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_02_©AndreasGerke.jpg 1500w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Design als Mindset, nicht als Disziplin</h3>



<p>»Wir sehen Design nicht als Disziplin, sondern als Mindset«, erklärt Kurator Dara Sepehri, der mit seiner Agentur <a href="https://3stn.de/studio">3STN</a>. das Organisationsteam stellt. Dieser Perspektivwechsel entpuppt sich auch als programmatisches Statement: Während andere Konferenzen Portfolio-Shows abhalten, stellt FORM / FUTURE relevante Systemfragen: Wie navigieren wir Unsicherheit? Wie schaffen wir mehr verbindende als trennende Elemente in einer Zeit multipler Krisen und Katastrophen? Wie öffnen wir neue Möglichkeitsräume – für Hoffnung, Mut, Tatendrang und Freude am Gestalten?</p>



<p>Die <a href="https://formfuture.berlin/speaker/">Speaker:innen-Liste</a> liest sich wie ein Who&#8217;s Who der Design-Vordenker: etwa Phil Gilbert, ehemaliger Design-Chef bei IBM und Pionier des Design Thinking, oder Friedrich von Borries, der Grenzgänger zwischen Design, Kunst und Gesellschaftskritik, den Leser:innen vielleicht noch aus unserer zweiten Ausgabe kennen; »Gestaltung ist politisch, weil Politik die Verhandlung darüber ist, wie wir unser Miteinander gestalten, und dieses Miteinander wird bestimmt durch die – im klassischen Sinne politischen – gesetzlichen Rahmensetzungen, aber eben auch durch Wohnungsgrundrisse, Smartphones und Kommunikationsinterfaces, also die Ergebnisse von Gestaltungsprozessen, die viele Menschen erstmal nicht als politisch ansehen«, sagte er uns schon 2021 im Interview. Frederike Kintscher-Schmidt, Präsidentin des VDID, oder Simone Kapeller von Ravensburger die das Spielen in Relation zur Zukunft der Kreativwirtschaft setzt. </p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Zirkuläres Design trifft auf Disaster Design</h3>



<p>Die Themenpalette ist demnach bewusst extrem vielfältig: Circular Design steht neben »Design &amp; Disaster«, Transformationsprozesse in der Industrie treffen auf öffentliche Infrastruktur, KI-unterstütztes Design auf Stadtentwicklung – Design möchte man überall dort denken, wo es gesellschaftlich relevant wird.</p>



<p>»Wir bringen Stimmen auf die Bühne, die Optimisten im Herzen sind, angetrieben von Neugier und Change-Maker durch radikales Denken«, so die Veranstalter, schließlich halte man sich zu oft in der Designbranche damit auf, über Trends zu diskutieren während es eigentlich längst um einen Systemwandel gehen sollte.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Vier Bühnen, vier Perspektiven</h3>



<p>Und der Ort könnte hierfür passender nicht sein: das ICC Berlin, dieses brutalistische Raumschiff aus den 70ern, wird zum Labor für die Zukunft. Erstmal wird in der Geschichte des Hauses hier eine Konferenz stattfinden und das ICC zur begehbaren Metapher. Vier verschiedene Bühnen schaffen vier verschiedene Diskursräume: Die imposante Conference Stage in Saal 2 für die großen Keynotes. Die »Raumschiffbrücke« in Saal 6 – ein konzentrierter, kreisrunder Raum für intensive Diskurse. Die interaktive Foyer Stage mitten im Networking-Bereich. Und schließlich verschiedene Spots im gesamten Gebäude für Masterclasses und Workshops.</p>



<p>Diese räumliche Dramaturgie ist mehr als Eventarchitektur – sie ist angewandte Designphilosophie. Jeder Raum erzählt eine andere Geschichte darüber, wie Design wirkt: vom großen Narrativ bis zur intimen Arbeitsatmosphäre.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Mehr als Networking: Dialog statt Werbefläche</h3>



<p>FORM/FUTURE positioniert sich explizit als »Dialogue, not ad space«. Keine Portfolio-Präsentationen, keine Produktshows, sondern Skill-Sharing und Strategiediskussion. Die Teilnehmer sollen nicht konsumieren, sondern co-kreieren. Masterclasses von Circular Design bis zu »Design Futures« und »Transformation Storytelling« sorgen für konkrete Handlungskompetenzen.</p>



<p>Besonders interessant: Die Konferenz ist Teil des 49h ICC Projekts, einer Initiative von visitBerlin im Rahmen von Berlins Status als UNESCO City of Design. Das ICC wird zum temporären Creative Hub – ein Experiment in Zwischennutzung und kultureller Transformation. Das Internationale Congress Centrum, 1979 eröffnet und lange Zeit größtes Konferenzzentrum der Welt, ist selbst ein Designstatement: radikal, polarisierend, zukunftsweisend. Heute steht es für eine Zeit, in der man noch an die transformative Kraft der Architektur glaubte. Genau diese Haltung braucht die Designszene wieder: den Mut zur großen Geste, zur gesellschaftlichen Relevanz.</p>



<p>Die Organisatoren verstehen das ICC nicht nur als Venue, sondern als Teil der Story. Installationen, Pop-ups, Performances und kuratierte Räume verwandeln das Kongresszentrum in eine Bühne. Hospitality, Retail, Health, Mobility: »Experience tomorrow&#8217;s spaces, today.«</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-23152" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi-819x1024.jpg 819w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi-480x600.jpg 480w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi-768x960.jpg 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi-1229x1536.jpg 1229w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_04_©DeniseJaouadi.jpg 1500w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Festival der Transformation</h3>



<p>FORM/FUTURE ist weniger Konferenz, mehr Festival – ein zwei Tage andauerndes Experiment in angewandter Designphilosophie. Zwischen Keynotes und Masterclasses, zwischen Networking und Skill-Sharing entsteht ein temporärer Raum des Möglichen. Hier treffen Entscheider auf Kreative, Strategen auf Visionäre, Theorie auf Praxis.</p>



<p>Die Preisstruktur ist bezeichnend demokratisch: Standard-Tickets für 199 Euro, Studententickets für nur 45 Euro. Auch das ist ein Statement: Design-Diskurs darf kein Elitenprojekt sein.</p>



<p><a href="https://formfuture.berlin">Tickets und weitere Informationen</a> hier </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Das Wichtigste in Kürze:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Was:</strong> FORM/FUTURE Design Conference</li>



<li><strong>Wann:</strong> 11.–12. September 2025</li>



<li><strong>Wo:</strong> ICC Berlin</li>



<li><strong>Tickets:</strong> Ab 199 Euro (Studenten: 45 Euro)</li>



<li><strong>Besonderheit:</strong> Teil des 49h ICC Projekts, UNESCO City of Design Initiative</li>



<li><strong>Speaker:</strong> 50+ Sprecher aus Design, Business, Wissenschaft und Politik</li>
</ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-23153" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi-819x1024.jpg 819w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi-480x600.jpg 480w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi-768x960.jpg 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi-1229x1536.jpg 1229w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/09/FFC_Motive_05_©DeniseJaouadi.jpg 1500w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>WDC 2026: Neue Maßstäbe für ­gesellschaftliche Gestaltung</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/wdc-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Fri, 04 Jul 2025 07:43:32 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Über das Grafikmagazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als sich die Region Frankfurt/RheinMain um den Titel »World Design Capital 2026« bewarb, war noch vieles unklar. Was kann dieser Titel überhaupt bewirken? Welche konkreten Veränderungen lassen sich damit anstoßen? Vielleicht sogar, was »Design« in diesem Zusammenhang überhaupt leisten kann? Fragen, die Barbara Lersch seither be­glei­ten. Sie kam im Juni 2023 zum Team – mitten [&#8230;]</p>
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<p class="has-larger-font-size">Als sich die Region Frankfurt/RheinMain um den Titel <a href="https://wdc2026.org/de">»World Design Capital 2026«</a> bewarb, war noch vieles unklar. Was kann dieser Titel überhaupt bewirken? Welche konkreten Veränderungen lassen sich damit anstoßen? Vielleicht sogar, was »Design« in diesem Zusammenhang überhaupt leisten kann? Fragen, die Barbara Lersch seither be­glei­ten. Sie kam im Juni 2023 zum Team – mitten in einer gesellschaftlich unruhigen Zeit – und mit dem Auftrag, als Chief Programme Officer eine lebendige Agenda zu formen. Für die aktuelle Ausgabe <a href="https://grafikmagazin.de/grafikmagazin-03-25-schwerpunkt-festivals-events/">Grafikmagazin 03.25 »Festivals &amp; Events«</a> haben wir mit ihr dazu gesprochen.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22885" style="width:702px;height:auto" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-1_Foto-Ben-Kuhlmann-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten«, so das Motto der WDC 2026 © Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Looking forward</h2>



<p>Die Initiative World Design Capital (WDC) wird von der internationalen Organisation World Design Organization vergeben. Sie zeichnet Städte oder Regionen aus, die Design als strategisches Instrument für gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung einsetzen. Nach Städten wie Helsinki, Mexiko-Stadt oder Lille wird Frankfurt RheinMain 2026 erstmals eine gesamte Metropolregion repräsentieren. »Mit der Einladung zur aktiven Beteiligung an der Gestaltung unserer Lebensräume und unserer Demokratie«, verweist die <a href="https://wdc2026.org/de">Website der WDC 2026</a> auf ihre – eindeutig ziemlich umfangreiche – Aufgabe.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22891" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp" alt="WDC 2026 Barbara Lersch © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22891" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Barbara-Lersch1_Foto-Ben-Kuhlmann-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="22883" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22883" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250207_Pressekonferenz-Ambiente2_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="22888" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22888" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-8_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Barbara Lersch (links) ist Programmleiterin der WDC; an den einzelnen Projekten wirken ein engagiertes Team und viele Freiwillige mit.</figcaption></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Design als Methode, Gesellschaft aktiv mitzugestalten</h2>



<p>Und nicht nur die Dimension erweist sich für das eigens einberufene Team als Herausforderung, eine weitere, ganz banale liegt für die Programmleiterin Barbara Lersch auf der Hand: »Die Welt hat sich seit den ersten Bemühungen um den Titel vor über zehn Jahren stark verändert«, erklärt sie im Gespräch. »Viele Themen aus der Bewerbung haben demnach an Relevanz verloren – andere sind drängender geworden.« Demokratie, Partizipation, soziale Gerechtigkeit – das sind heute zentrale Begriffe. Und genau hier setzt die Gestaltungskraft des Projekts an: Design wird nicht nur als visuelle Disziplin verstanden, sondern als Methode, Gesellschaft aktiv mitzugestalten – in, trotz oder sogar gerade wegen einer sich ständig verändernden Welt.</p>



<p>Lersch selbst kommt ursprünglich aus dem Kulturmanagement und der Stiftungsarbeit. Für sie war die Bewerbung ein persönlicher Schritt: »Ich bin sehr intrinsisch motiviert. Für mich war das eine seltene Gelegenheit, gesellschaftliche Wirkung mit kultureller Praxis zu verbinden.« Sie sei schon seit Schulzeiten sozial engagiert, »da landet man dann eben irgendwann in solchen Positionen«, lacht sie, die Freude an ihrer Aufgabe merkt man ihr an. Besonders reize sie die Tatsache, dass die WDC den Anspruch verfolge, öffentliche Gelder wirkungsvoll einzusetzen und so auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22892" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Elbarrio_Foto-Ben-Kuhlmann.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rund die Hälfte der angemeldeten Projekte kommen direkt aus der Bevölkerung. © Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><br>Kommunikation als wichtiger Hebel</h2>



<p>Im Zentrum steht dabei der Versuch, sehr unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn gefördert wird das Projekt unter anderem von der Wirtschaftskammer – doch was heißt »Wirtschaft«, wenn gleichzeitig kulturelle und soziale Initiativen integriert werden sollen? Das WDC-Team ist daher interdisziplinär aufgestellt, Träger der Initiative ist der Verein Design FRM, unterstützt von der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen, dem Regionalverband und Partnern aus der Wirtschaft und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain. »Mal geht es um politische Bildung, mal um Kreativwirtschaft, mal um Stadtentwicklung«, erklärt Lersch die Aufgabe, unterschiedliche Akteur:innen an einen Tisch zu bringen. Die Vielstimmigkeit sei Erschwernis und Potenzial zugleich – und ihre Rolle darin vor allem die einer Übersetzerin und Vernetzerin.<br>Ein wesentlicher Hebel, um die Anliegen an die Öffentlichkeit zu tragen: Kommunikation. Das hat auch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen aus der Gestaltungsbranche sowie der Agentur Stan Hema gezeigt, die dem Team half, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten. Die Berliner Agentur, bekannt für ihre Arbeit für Auftraggeber wie die Bundeszentrale für politische Bildung oder Amnesty International, steht für markenstrategische Prozesse mit Haltung, die eine empathische und zugängliche Sprache benötigen. Der ursprüngliche Titel »Design for Democracy – Atmospheres for a better life« war vielen schlicht zu abstrakt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22896" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_Werkstattwagen-unterwegs_Foto-Ben-Kuhlmann.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">»Das darf kein einmaliges Feuerwerk sein«</h2>



<p>Heute versucht das Team, über Geschichten zu arbeiten, konkrete Bilder zu erzeugen. Etwa, wenn ein Gestaltungskollektiv gemeinsam mit einer Obdachlosenunterkunft neue Räume entwirft. »Solche Projekte wie der ›Kiosk of Solidarity‹ sind greifbar. Da versteht jeder, worum es geht«, so Lersch. »Wir versuchen, über gezielte Quervernetzung neue Wege zu gehen. Etwa über öffentliche Stammtische, Umnutzung von Räumen, das Zusammenbringen lokaler Projekte, wie Tobias Trübenbacher, der den Radweg am Main nachhaltig beleuchten will. Wir haben ihn mit einem lokalen Radprojekt und einer Mobilitätsinitiative zusammengebracht.« Als weiteres Beispiel nennt sie ein leer stehendes Hochschulgebäude mit Kunstbibliothek, das zwischengenutzt werden darf. »Ein tolles Gebäude – dort kann etwa die Stiftung Buchkunst ihre Ausstellung zum 60. Jubiläum zeigen. Solche smarten Kombinationen suchen wir.«</p>



<p>Und das sei insbesondere für den öffentlichen Mehrwert des Projekts wichtig, schließlich geht es einerseits darum, ein Programm zu entwickeln – ein spannendes, vielfältiges, unterhaltsames Kulturfestival im Jahr 2026. Andererseits sehe sie aber auch die Aufgabe, eine Bewegung zu initiieren – mit nachhaltiger Wirkung. »Das darf kein einmaliges Feuerwerk sein. Wir wollen tatsächlich Veränderungen anstoßen. Ich versuche das über Netzwerkarbeit, eine Mischung aus inhaltlicher Setzung und organisatorischem Zusammenbringen.« Dabei ist das Programm so angelegt, dass es sowohl thematische Tiefe als auch breite Zugänglichkeit ermöglicht: Sieben Programmschienen strukturieren die Inhalte horizontal – von Partizipation über Bildung bis zu wirtschaftlichen Aspekten –, zehn Handlungsfelder wie Gesundheit, Mobilität oder Kultur bilden die vertikale Achse. Das Ziel: Anschlussfähigkeit für möglichst viele Menschen, ob designaffin oder nicht.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="22894" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22894" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_KioskOfSolidarity2_-Foto-Monika-Keiler.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="22895" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-768x1024.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22895" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-768x1024.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-450x600.webp 450w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-1152x1536.webp 1152w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-1536x2048.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/WDC2026_TypographyForDemocracy2_Foto-Golnar-Kat-Rahmani-scaled.webp 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="22881" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22881" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250115_WDCStammtisch_Foto-Ben-Kuhlmann.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Vom »Kiosk der Solidariät« bis zum Demokratie-Stammtisch – Partizipation ist ein gelebtes Prinzip. © Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Ein neuer Kontext</h2>



<p>Partizipation ist dabei kein Schlagwort, sondern gelebtes Prinzip. Der Open Call 2024 war eine Mammutaufgabe – mit über 1000 Einreichungen. Rund 400 Ideen werden weiterverfolgt, etwa 200 davon finanziell gefördert. Die Spannweite reicht von Nachbarschaftsinitiativen bis zu Konzepten etablierter Institutionen wie dem Jüdischen Museum oder der Schirn Kunsthalle und eigenen großen WDC-Veranstaltungen. Besonders erfreulich: Rund die Hälfte aller Projekte kommt direkt aus der Bevölkerung. »Das ist wunderschön, wenn auch wahnsinnig aufwendig«, lacht Lersch. »Denn echte Teilhabe bedeutet, dass wir in die Prozesse hineinwachsen müssen. Vieles entsteht erst beim Machen.«<br>Gleichzeitig spiegelt das Programm einen gesellschaftlichen Wandel wider: Während 2022 noch Themen wie Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft oder Wasserstoff im Fokus standen, haben sich die Prioritäten heute verschoben. Migration, Zusammenhalt, gesellschaftliche Polarisierung – das sind die Themen, die jetzt brennen. Und damit verändert sich auch der Kontext, in dem sich das Programm verorten muss. Zumal vieles davon im Herbst 2026 stattfindet – das sei ein ständiges Austarieren zwischen Konkretion und Offenheit für den Prozess. »Unsere Regierung ist konservativer geworden, das nimmt Einfluss auf die Positionierung und unsere Themen‹«, ordnet Lersch ein. »Ich bin mit einem klaren Wertekompass angetreten, aber muss gleichzeitig anschlussfähig bleiben. Auch das gehört zur Realität eines solchen öffentlichen Projekts.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22889" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20250409_WDC2026_Mailand-9_Foto-Ben-Kuhlmann.jpg.jpg.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">»Die Öffnung des Designbegriffs ist notwendig«</h2>



<p>Genau hier entfaltet Design seine gesellschaftliche Relevanz. Nicht im klassischen Sinn, als schönes Produkt oder markttaugliche Innovation. Sondern als gemeinschaftlicher Prozess, als Werkzeug zur Gestaltung von Beziehungen und Räumen des Zusammenlebens. »Design kann Demokratie stärken – aber nur, wenn wir den Begriff öffnen«, so Lersch. Weg vom Autorendesign, hin zu kollektiven Prozessen. Weg vom Elfenbeinturm, hin zum Quartier. »Wie wollen wir leben? Wie hören wir einander zu? Und wie entwerfen wir gemeinsam Lösungen?«, das sind die Fragen, die sie umtreiben.<br>Manchmal gebe es Gegenwind – auch aus den Reihen des traditionellen Designs. »Viele sagen: Das ist doch kein Design mehr! Ich verstehe diese Kritik. Und trotzdem bin ich überzeugt: Die Öffnung des Designbegriffs ist notwendig. Nur so wird Design nachhaltiger, wirksamer, gerechter.« Zu möglichen Handlungsfeldern der WDC 2026 haben Anna Scheuermann und Matthias Wagner K daher das Buch »Was kann Design denn schon ausrichten?« herausgegeben, an dem unterschiedliche Autor:innen beteiligt waren. »Um ein so großes Thema wie Demokratie zu bearbeiten, braucht es zwingend Interdisziplinarität. Für mich ist Design immer ›Design plus eine andere Disziplin‹. Demokratie betrifft uns alle, also müssen wir Schnittstellen schaffen, um das Thema wirklich relevant zu bearbeiten.«</p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22879" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20240824_Drinks-ElBarrio_Foto-Ben-Kuhlmann.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Design versteht Barbara Lersch (links im Bild) immer als »Design plus eine andere Disziplin« © Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading"><br>Und wie geht es nach 2026 weiter?</h2>



<p>Was bleibt, ist ein Spagat: zwischen Vision und Realität, zwischen partizipativer Offenheit und der Notwendigkeit, konkret zu werden. Aber vielleicht ist genau das die eigentliche Leistung der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026: Sie zeigt, dass Gestaltung weit mehr sein kann als Formgebung – nämlich gesellschaftliche Verantwortung.</p>



<p>Und geht es nach 2026 weiter? Diese Frage wurde schon im Open Call immer wieder gestellt. »Ganz garantieren kann man das natürlich nicht. Aber durch die Sichtbarkeit und Finanzierung kann man Dinge anstoßen«, sagt Lersch. »Unser Ziel ist es, dass es danach eine Art Office gibt – dass die geschaffene Infrastruktur weiter genutzt wird, etwa durch eine geförderte Stelle von der Stadt.« Um den Impact des Projekts zu belegen, werden alle Programmpunkte evaluiert. Wenn lokale Netzwerke nachweislich gestärkt und neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen sichtbar gemacht wurden, wirkt das weiter, so Lersch: »Es geht ja auch um Selbstwirksamkeit: Auch beim Versuch, ganz große Räder zu drehen, können vor allem die kleinen Rädchen viel bewegen.«</p>



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<p>Mehr zum World Design Capital 2026 <a href="https://wdc2026.org/de">auf deren Website</a>, die auch die Projekte näher vorstellt</p>



<p>Weitere Infos zum <a href="https://wdc2026.org/de/publikation">Reader »Was kann Design denn schon ausrichten?«</a></p>



<p><strong>Disclaimer:</strong> Statt des Credits des Fotografen haben wir in der Printausgabe versehentlich den Blindtext in den Druck geschickt. Dies bitten wir zu entschuldigen. Die tollen Fotos vom WDC 2026 stammen vom Frankfurter Fotograf und Fotoredakteur <a href="https://www.ben-kuhlmann.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ben Kuhlmann</a>.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp" alt="WDC 2026 © Ben Kuhlmann" class="wp-image-22880" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/07/20241017_Buchmesse_Foto-Ben-Kuhlmann-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">© Ben Kuhlmann</figcaption></figure>



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			</item>
		<item>
		<title>DDC Salon München: Design als transformative Kraft</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/ddc-salon-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Fri, 23 May 2025 06:46:05 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Über das Grafikmagazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen von Various Others und der munich creative business week lud der Deutsche Designer Club (DDC) zum Salon nach München ein. Unter dem Titel »Ursache und Wirkung von Design im interdisziplinären Kontext« diskutierten Gestalter:innen, Theoretiker:innen und Entscheider:innen, welche Rolle Design heute in einer Zeit der ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen einnehmen kann – und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">Im Rahmen von <a href="https://variousothers.com/">Various Others</a> und der <a href="https://www.mcbw.de/">munich creative business week</a> lud der <a href="https://www.ddc.de/">Deutsche Designer Club (DDC)</a> zum Salon nach München ein. Unter dem Titel »Ursache und Wirkung von Design im interdisziplinären Kontext« diskutierten Gestalter:innen, Theoretiker:innen und Entscheider:innen, welche Rolle Design heute in einer Zeit der ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen einnehmen kann – und einnehmen muss.</p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49-1024x682.webp" alt="" class="wp-image-22674" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-49.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Oliver Herwig, Nadine Vicentini, Moritz Basil Mungenast und Christian Zanzotti (v.l.n.r.) im Gespräch</figcaption></figure>



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<p>Design war nie nur schön. Es war immer auch Werkzeug, Haltung, Zukunftslabor. Genau das wurde an diesem Morgen im Bayerischen Hof deutlich, wo ein interdisziplinär besetztes Panel über Verantwortung, Visionen und Gestaltungsspielräume sprach. »Design ist immer in der Krise«, brachte Designtheoretiker Dr. Oliver Herwig die Grundspannung auf den Punkt. Der Satz ist kein Kulturpessimismus – sondern ein realistischer Ausgangspunkt. Und natürlich ein großes Potenzial – schließlich bewegt sich Gestaltung stets im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität, zwischen Form und Funktion, zwischen Hoffnung und Grenzen.</p>



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<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22682" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-16-2-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22683" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22683" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-117-2-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22681" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22681" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-136-2-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Design, das verbindet</h3>



<p>Die Ethiken der Permakultur – <em>earth care</em>, <em>people care</em>, <em>limits of consumption and growth</em> – wurden als möglicher Zukunftskompass vorgeschlagen. Design, das sich dieser Wertegemeinschaft verpflichtet, könne Brücken schlagen: zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Individualität und Gesellschaft, zwischen Technologie und Menschlichkeit.</p>



<p>Nadine Vicentini, Geschäftsführerin von bayern design, verantwortlich für die <a href="https://www.mcbw.de/">munich creative business week</a>, formulierte den Anspruch so: »Technologie sollte im Dienst der Menschheit stehen – Design muss hier Lösungen finden für das, was uns ausmacht.«</p>



<p>Dabei gehe es auch um ein neues Selbstverständnis der Branche. Vicentini mahnte an, dass Designer:innen sich zu oft erklären oder rechtfertigen müssten. »Vielleicht müssen wir mit einem neuen Selbstverständnis an das Thema ran – dazu, was wir im großen Kontext eigentlich machen.«</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72-1024x682.webp" alt="" class="wp-image-22685" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-72.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Designwirtschaft mit Haltung</h3>



<p>Dara Sepehri, Vorstand des DDC, betonte: »Design ist die drittgrößte Wirtschaftsmacht – wo sind die Anknüpfungspunkte? Wir müssen uns die Worthoheit über Begriffe wie ›Wertegemeinschaft‹ zurückholen.« Design, so Sepehri weiter, könne eine Form des demokratischen Lobbyings sein – sichtbar, wirksam, verantwortlich.</p>



<p>Wie das konkret aussehen kann, zeigte unter anderem das Projekt »Ruffini Chair«: ein sogenanntes <em>Communication Furniture</em>, das nicht nur als Objekt, sondern als Gesprächsanlass dient. Mit einer individuell gestaltbaren Oberfläche und integriertem Weinkühler soll der Stuhl Auseinandersetzung fördern – sinnlich und funktional zugleich.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22687" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22687" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-5-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22686" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22686" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-29-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="22688" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-683x1024.webp" alt="" class="wp-image-22688" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-119-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Der DDC Salon fand im Rahmen von Various Others in der Bibliothek des Bayerischen Hofs statt –&nbsp;eine tolle Kulisse, natürlich auch für das Grafikmagazin.</figcaption></figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Design mit Unsicherheit</h3>



<p>Produktdesigner Christian Zanzotti sprach offen über die Herausforderungen der Materialwahl und das ständige Dazulernen: »Jedes Projekt ist ein Learning – wir wissen oft nicht, was uns erwartet. Materialität ist eine unglaubliche Herausforderung.«</p>



<p>Auch Prof. Dr. Moritz Basil Mungenast, Architekt und Zukunftsdenker, sprach sich für eine positive Sichtweise aus: »Unsere Zeit birgt Potenzial. Als Designer:innen wollen wir, dass Optimismus und nicht Pessimismus die Oberhand gewinnen.«</p>



<p>Vielfalt, so die einhellige Meinung des Panels, sei keine bloße Floskel, sondern Voraussetzung für echte Resilienz. Design kann diese Vielfalt abbilden – und nutzbar machen.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132-1024x682.webp" alt="" class="wp-image-22689" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-132.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p>Der DDC Salon München machte deutlich, dass Design nicht die Antwort auf alle Krisen ist – aber sehr wohl ein Werkzeug, um Fragen zu stellen, Diskurse zu eröffnen und Wandel zu begleiten. Vielleicht ist das schon eine der wichtigsten Aufgaben heute: Räume zu schaffen für Verständigung, Verantwortung und Visionen. Oder, wie es Nadine Vicentini ausdrückte: »Als bayern design wollen wir die Gestaltungskompetenz in den Unternehmen stärken.« Der morgendliche Salon war ein starkes Plädoyer für genau das: Gestaltung nicht nur als Profession zu denken – sondern als Haltung, die Wirkung zeigt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<p>Alle Fotos: © <a href="https://nelehollandmoritz.com/">Nele Holland-Moritz</a></p>



<p>Mehr zur Arbeit des <a href="https://www.ddc.de/">DDC</a></p>



<p>Eine Übersicht zum Programm der <a href="https://www.mcbw.de/">munich creative business week</a></p>



<p>Alle Termine und das Programm von <a href="https://variousothers.com/">Various Others</a></p>



<p></p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15-1024x682.webp" alt="" class="wp-image-22690" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15-1024x682.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2025/05/nelehollandmoritz-20250511-ddc-mcbw-15.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bettina Otto, Vorständin vom DDC, moderierte das Panel gemeinsam mit Co-Vorstand Dara Sepehri</figcaption></figure>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Co-creating with nature: Das war die mcbw 2024</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/mcbw-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Thu, 27 Jun 2024 06:53:48 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://grafikmagazin.de/?p=21465</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschlands größter Designevent, die von bayern design veranstaltete Munich Creative Business Week fördert als »Plattform für neue Ideen, Trends und Kreativität« den interdisziplinären Austausch. Um das Potenzial von Design umfassend erlebbar zu machen, bringt die mcbw über neun Tage Designer:innen, Fachleute, Unternehmen und Studierende aus Disziplinen wie Design, Architektur und Wirtschaft mit der breiten Öffentlichkeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://grafikmagazin.de/mcbw-2024/">Co-creating with nature: Das war die mcbw 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://grafikmagazin.de">Grafikmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">Deutschlands größter Designevent, die von <a href="https://bayern-design.de/">bayern design</a> veranstaltete <a href="https://www.mcbw.de">Munich Creative Business Week</a> fördert als »Plattform für neue Ideen, Trends und Kreativität« den interdisziplinären Austausch. Um das Potenzial von Design umfassend erlebbar zu machen, bringt die mcbw über neun Tage Designer:innen, Fachleute, Unternehmen und Studierende aus Disziplinen wie Design, Architektur und Wirtschaft mit der breiten Öffentlichkeit zusammen. Wir blicken zurück auf die mcbw 2024 und lassen einige Hightlights noch einmal Revue passieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-683x1024.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21461" style="width:683px;height:auto" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-655x983.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MCBW24_OS_0105_c_bayern-design-Beckerlacour-scaled.webp 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Installation Installation »Turning Point« von BLACKSPACE hat das Motto »How to co-create with nature« ganz wörtlich genommen. © bayern design &amp; Beckerlacour</figcaption></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die mcbw 2024 in ein paar Zahlen</h2>



<p>Wenn man die Zahlen für sich sprechen lassen möchte, kommt bei der mcbw eine stolze Summe zusammen: Weit über 65.000 Besucher:innen und 190 Partner:innen kamen rund um das Motto »How to co-create with nature« in München zusammen, zwischen dem 11. und 19. Mai 2024 fanden mehr als 200 Events mit 290 Speaker:innen und Gästen statt. Und noch eine interessante Zahl: Die mcbw ist Mitglied der sogenannten World Design Week, ein Netzwerkverband aus über 40 Designwochen und Festivals auf der ganzen Welt. Ihr erklärtes Ziel ist, die Zusammenarbeit im Designbereich im Zeichen dieser Events und demnach auch die Kreativwirtschaft zu fördern.</p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21460" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-15_NEW-MODES-IV_LER5219_lowres_c_bayern-design-Lérot.webp 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Event »New Modes« stellten <strong>Anab Jain, Angelika Nollert und Adrian van Hooydonk im Dialog mit Objekten der Neuen Sammlung verschiedene Möglichkeiten vor, wie von Gestaltung gesellschaftlichen Transformationen eine Form geben kann. © bayern design &amp; Lérot</strong></figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Wie geht nature-centered design?</h2>



<p>Exemplarisch für diese Mission stand bei der mcbw 2024 etwa der <a href="https://www.mcbw.de/magazin/mcbw-design-summit-2024">Design Summit 2024</a>, der sich mit der drängenden Frage befasste, wie es sich mit der Natur leben, wirtschaften und gestalten lässt. Wie kann man also »nature-centered design« mit der Natur als Co-Creator umsetzen und mithilfe von Design Nachhaltigkeit begehrlich machne? Wie schaffen wir es, gängige Muster der Konsumgesellschaft zu überdenken und sowohl Designausbildung als auch Designverständnis darauf anzupassen? »Hier geht es nicht um Naturromantik, sondern um konkrete Fakten und Ergebnisse, denn die Zukunft unseres Planeten geht uns alle etwas an. Dabei kommt gerade dem Design eine Schlüsselrolle zu, denn 80% der Umweltauswirkungen eines Produkts werden tatsächlich schon in der Entwurfsphase festgelegt«, so hieß es seitens der mcbw. Zu dem komplexen Thema sprachen und diskutierten knapp 20 Speaker:innen, etwa der italienische Architekt und <a href="https://www.mcbw.de/magazin/stefano-boeri-creative-explorer-2024">mcbw creative explorer 2024 Stefano Boeri</a>, <a href="https://www.bmwgroup.com/de/nachhaltigkeit/mitarbeitende/interviews/popup/daniela-bohlinger.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Daniela Bohlinger</a>, Head of Sustainability Design der BMW Group sowie weiteren international renommierten Speaker:innen, die mit ihren diversen Perspektiven die Natur in den Mittelpunkt stellten.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1024x683.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21464" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_518_c_bayern-design-Marian-Wilhelm.webp 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Natur und Design zum Essen im Showroom von Reform Kitchen © bayern design &amp; Marian Wilhelm</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Let&#8217;s walk together</h2>



<p>Bei den <a href="https://www.mcbw.de/programm/detail/date/14-05?tx_mcbwsitepackage_event%5Bevent%5D=313&amp;cHash=c18014f3f1aa126fdd6249c022df83ad">Designwalks in Haidhausen</a> konnten Besucher:innen das sogenannte Franzosenviertel mit neuen Augen erkunden. An neun inspirierenden Stationen luden die jeweiligen Gründer:innen mit ihren regionalen und nachhaltigen Konzepten dazu ein, kreative Köpfe, ihre Läden und Produkte kennenzulernen. </p>



<p>Wer den Designwalk nachträglich nochmal anhören möchte, hat Glück: das mcbw-Team hat <a href="https://www.mcbw.de/programm/detail/date/14-05?tx_mcbwsitepackage_event%5Bevent%5D=313&amp;cHash=c18014f3f1aa126fdd6249c022df83ad">hier alle Interviews mit den diesjährigen Stationen hinterlegt</a>. Mit dabei: Jules &amp; Mel im HIER Store, Suupinga, Macy Munich, Studio B, Studio 11, Wineslingers, REIBOLDS, Silberfabrik und die Stadtmöblierungs Insel der Städtischen. Viel Spaß beim Hören! </p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1024x683.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21463" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/MW_240516_101_c_bayern-design-Marian-Wilhelm.webp 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch immer einen Spaziergang wert: die verschiedenen mcbw Hubs mit Infomaterial, Goodies und der Gelegenheit, kurz durchzuschnaufen. © bayern design &amp; Marian Wilhelm</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Installationen und Publikumsmagnete in ganz München</h2>



<p>Doch auch jenseits von Haidhausen hat die mcbw für die gesamten neun Tage maßgeblich den Münchner Stadtraum geprägt: Interaktiven Installationen, einem sehr präsenten Keyvisual bis hin zur Installation »Turning Point« von BLACKSPACE, die stellvertretend für die bedrohten Wälder eine 45 Jahre alte Bergkiefer auf der Grünfläche hinter der Alten Pinakothek inszenierte; mit einer Kurbel konnte sie durch Rotation, Licht und Sound interaktiv zum Leben erweckt werden. Besondere Publikumsmagneten waren die beiden mcbw pop up Container auf dem Königsplatz und »Am Pschorr« am Viktualienmarkt, und mit der Installation »Feierabendziegel« lockte man Passant:innen auf den Königsplatz: Drees &amp; Sommer stellten mit ihrer Aktion Brand Experience und EPEA das Wegwerfen von Baustoffen nach deren Einsatz in Gebäuden in Frage. Die mit Zitaten namhafter Künstler:innen bedruckten Kunstwerke durften von den Besucher:innen mitgenommen werden. In unserer Redaktion erinnert ebenfalls einer dieser Ziegel sowohl an die Natur, als auch die mcbw, die wir als Medienpartner begleiten durften – und schürt schon die Vorfreude aufs nächste Jahr. </p>



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<p>Mehr zur <a href="https://www.mcbw.de">mcbw</a></p>



<p>Zur Website von <a href="https://bayern-design.de/">bayern design</a></p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="21458" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21458" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3360_lowres_c_bayern-design-Lérot.webp 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image alignfull size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="21457" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp" alt="mcbw 2024" class="wp-image-21457" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-05-13_MCBW_CONTAINER_LER3350_lowres_c_bayern-design-Lérot.webp 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit ihren »Feierabendziegeln« sorgten Drees &amp; Sommer für Begeisterung. © bayern design &amp; Lérot</figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Nina Reisinger: Die Welt gestalten, in der wir leben</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/nina-reisinger-die-welt-gestalten-in-der-wir-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Mon, 12 Feb 2024 08:41:44 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Typografie]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://grafikmagazin.de/?p=20337</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Überzeugung, dass idealistische Ziele dem eigenen Wirken viel Kraft verleihen, leitet die Gestalterin Nina Reisinger in ihrer Designpraxis seit Jahren. In ihrer Lehrtätigkeit, unter anderem an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, möchte sie Studierenden vermitteln, dass sie mit ihrem Designberuf buchstäblich die Welt mitgestalten – und sich hierfür verantwortungsvoller, ethischer Prinzipien bedienen können. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">Die Überzeugung, dass idealistische Ziele dem eigenen Wirken viel Kraft verleihen, leitet die Gestalterin <a href="https://ninareisinger.com/">Nina Reisinger</a> in ihrer Designpraxis seit Jahren. In ihrer Lehrtätigkeit, unter anderem an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, möchte sie Studierenden vermitteln, dass sie mit ihrem Designberuf buchstäblich die Welt mitgestalten – und sich hierfür verantwortungsvoller, ethischer Prinzipien bedienen können. Die Keynote »Ethics &amp; Design: The Grid is Dissolving« hielt sie kürzlich aber nicht im Hörsaal, sondern auf einer Konferenz zum Thema International Political Design. So konnte sie das tun, was ihr das Liebste ist: aus der eigenen Bubble heraustreten.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="560" data-id="20365" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-1024x560.webp" alt="Nina Reisinger – Ethics &#038; Design" class="wp-image-20365" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-1024x560.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-scaled-655x358.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-600x328.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-768x420.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-1536x840.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-57-Kopie-2048x1121.webp 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p><em>Dieser Beitrag stammt aus unserer <a href="https://grafikmagazin.de/grafikmagazin-06-23-schwerpunkt-design-im-raum/">Ausgabe 06.23 »Design im Raum«</a></em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">»Alles wurde gestaltet.«</h2>



<p>Das interdisziplinäre Denken ist ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit als Gestalterin und Dozentin – die Anfrage zu einer Konferenz über internationale Politik hat sie daher besonders gefreut. Eine der Initiatorinnen, erklärt sie, interessiere sich sehr für Politik im Design und deren infrastrukturell-gesellschaftliche Prozesse, deshalb die Einladung. »Die Frage, wie tief ich in das Thema einsteigen kann und welche Vorstellungen über den Designbegriff existieren, war für mich total interessant«, so Reisinger.<br>Der vollständige Titel des Vortrags »Ethics &amp; Design: The Grid is Dissolving. How to Implement Ethics in Design by Unlearning (Design) History« weist metaphorisch sowie sprichwörtlich auf die Raster unserer Gesellschaft hin. Nina Reisinger beginnt mit einer grundlegenden Betrachtung des Designbegriffes, um alle abzuholen: »Was ist Design überhaupt? Wir denken vielleicht an Objekte wie Stühle oder Autos, vielleicht ans Bauhaus oder Vitra oder an designte ­Objekte wie Websites oder Poster, die Navigation von Amazon oder Tinder. Wir sind 24/7 von Design umgeben«, erklärt sie den Konferenzteilnehmer:innen. »Alles wurde gestaltet.« Design definiert sie dabei als ein Handwerk, das schon immer im Dienste der kapitalistischen Logik stand.<br>Wie kaum eine andere Disziplin hat sich das Design immer wieder den technologischen und kulturellen Veränderungen anpassen müssen. In unserem immer rasanter werdenden Informationszeitalter sind es die Designer:innen, die quasi alle Arten von Informationen kodifizieren. Ethische Fragen sind dabei immer mit im Spiel, Reisinger geht auch auf die Tatsache ein, dass selbst vermeintlich gutes Design – etwa eine Werbekampagne oder eine Dating-App – dazu führen kann, dass wir uns unzulänglich und einsam fühlen. Ganz zu schweigen von den völlig neuen Fragen, die durch den Einsatz von KI-Werkzeugen entstehen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="20364" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-1024x576.webp" alt="Nina Reisinger – Ethics &#038; Design" class="wp-image-20364" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-scaled-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/2023_Ethics_Design_Speech-7-Kopie-2048x1152.webp 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Ist Innovation immer wirklich besser?</h2>



<p>Nina Reisinger erwähnt in diesem Zusammenhang auch einen gewissen Techno-Optimismus: »Wenn wir von Innovation sprechen, gehen wir in der Regel automatisch davon aus, dass es sich um etwas Gutes handelt. Aber ist es das wirklich? Ist es nicht vielmehr so, dass ein innovatives Produkt dem Kapitalismus noch besser dient? Fortschritt wird oft als Heilsbringer verkauft, aber dahinter steckt oft der Drive, wettbewerbsfähig zu bleiben.«<br>Ihrem Vergleich eines Grids mit dem kapitalistischen System können im Kontext der Konferenz, das ist Reisinger bewusst, vielleicht nicht alle Teilnehmer:innen folgen. »Einen scheinbar lukrativen Designauftrag auf seine ethische Notwendigkeit hin zu hinterfragen, ist natürlich oft radikal und entzieht sich jeder Marktlogik. Denn wenn wir uns umgucken und sehen, wie hier die Hütte brennt, dann haben wir rein theoretisch schon die Antwort: Man sollte insgesamt weniger designen.«<br>Ihr Verständnis von Ethik im Design hatte sich schon früh mit gesellschaftlichen Themen verwoben: So hieß eines ihrer älteren Seminare, das sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Mitstreiterin, der Künstlerin Micha Wille, hielt, »How Patriarchy and Capitalism fucked up my life and what I will do about it«. Schon viel früher, seit ihrem Diplomstudium an der Wiener Universität für angewandte Kunst in den Nullerjahren und den ersten kommerziellen Agenturjobs, war Nina Reisinger von dem Wunsch getrieben, sich mit dem sprichwörtlichen Gestaltungsspielraum strikter Hierarchien auseinanderzusetzen. In ihrem Vortrag spricht sie davon, dass jedes Kleinkind lernt, außerhalb einer Disziplin zu denken – und es später leider wieder verlernt, das Schubladendenken ist Teil der Sozialisation. Während ihres Studiums habe sie Design als Handwerk begriffen, »ein Skill-Set, das seit über 100 Jahren auf eine bestimmte Art und Weise gelehrt wird, mit den gleichen Idolen und Vorbildern, den gleichen Dos and Don’ts«. Zwar gab es zu vielen strengen Designkoryphäen subversive Gegenbewegungen, die wie Punk oder Memphis den Mainstream erreichten, doch das Grundgerüst der Designdoktrin war immer klar umrissen. »Gerade in der Typografie gibt es viele Regeln, die auch sehr einschüchternd sein können«, sagt Reisinger.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="20621" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-1024x683.webp" alt="Nina Reisinger: Die Welt gestalten, in der wir leben" class="wp-image-20621" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/03_D0A3565.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="20620" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-683x1024.webp" alt="Nina Reisinger: Die Welt gestalten, in der wir leben" class="wp-image-20620" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-683x1024.webp 683w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-655x983.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-400x600.webp 400w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-768x1152.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-1024x1536.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901-1365x2048.webp 1365w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02_D0A3901.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="20623" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-1024x683.webp" alt="Nina Reisinger: Die Welt gestalten, in der wir leben" class="wp-image-20623" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05_D0A3791.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Publikation mit 14 Postern im Risodruck und das gemeinsam erarbeitete Manifest »18 Advantages of Being a Vulnerable Designer«, Studierenden-Projekt zum Thema Verletzlichkeit, entstanden im Rahmen des Seminars&nbsp;»The Grid is Dissolving: Strategies of Vulnerability in Design«, unter der Leitung von Nina Reisinger und Micha Wille, HTW Berlin</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">»Ich betrachte die Welt als einen Garten«</h2>



<p>»Präzision war in meinem Studium so wichtig, dass ich vor seriöser Typografie regelrecht Angst hatte. Ich war nicht so sehr auf Präzision aus, ich war eher impulsiv. Deshalb fühlte ich mich in der Welt des Designs irgendwie fehl am Platz.«<br>Heute ist sie zwar froh, dass es gewisse Regeln zur Orientierung und Lesbarkeit gibt, bricht diese aber auch gerne mal. Und sie verbindet ihre Lehrtätigkeit immer wieder mit praxisnahen ethischen Grundlagen, die den Studierenden vor Augen führen, welche Kraft in der Gestaltung liegt. Damit, so erzählt sie, sei sie oft die erste, die die Studierenden mit Ethik konfrontiert – auf dem Lehrplan stünden eher Technik, UX Design und die Einführung in die Agenturwelt. »In meinen Kursen sage ich immer: ›Ihr könnt Nein zu Jobs sagen, ihr könnt frei entscheiden, wo ihr arbeitet. Ihr könnt Dinge verändern. Seid euch darüber im Klaren, dass ihr mit eurem Beruf die Welt gestaltet. Und die Welt, die ihr gestaltet, ist die Welt, in der wir leben.‹«<br>Immer wieder gibt sie den Studierenden Literaturtipps, um sie sprachfähig zu machen, zum Beispiel vom niederländischen Valiz Verlag, der aufschlussreiche Bücher zum Thema Social Design und Ethik herausgibt. »Eine wichtige Quelle war für mich auch die form, die es leider nicht mehr in gedruckter Form gibt. Oder das Missy Magazine, das lange von meiner guten Bekannten Daniela Burger gestaltet wurde.« Zwar verfolgt sie kein klassisches wissenschaftliches Arbeiten, weil das nie Teil ihres Studiums war. »Eher betrachte ich die Welt als einen Garten, aus dem ich pflücke, was ich für meine Lehrtätigkeit brauche.«<br>Auch den Konferenzteilnehmer:innen möchte Nina Reisinger eine Art Vokabular zur Verfügung stellen, um benennen zu können, woher es kommt, welches Design wir gut finden. Die Quellen, die sie zur Verfügung stellt, sollen den stereotypischen patriarchalen Diskurs aufbrechen. Sie möchte andere Perspektiven anbieten, die vielleicht nicht alles beantworten, aber die richtigen Fragen aufwerfen.<br>Damit unterscheidet sich ihre Botschaft auf der International-Politics-Konferenz nicht wesentlich von ihren Designtheorie-Seminaren: »In dem Moment, in dem ich über Ethik spreche, bin ich bereits in einem politischen Feld. Dann spreche ich über Inklusion oder Dekolonisation, über patriarchale Strukturen. Natürlich ist Lehre immer politisch.«<br>Was bedeutet es also konkret, das Raster, den Raster aufzubrechen? Nina Reisinger sieht ein großes Potenzial ­darin, Unordnung zuzulassen, die manchmal sogar notwendig ist, um kreativ arbeiten zu können. »Mit anderen Worten: Fluidität, Offenheit, Humor, weniger Hierarchien, mehr Raum«, sagt sie. »Vor allem auch Verletzlichkeit.« Darum geht es auch in ihrem neuesten Seminar in Kollaboration mit Micha Wille, das im Oktober an der HTW Berlin begonnen hat: »Strategies of Vulnerability in Design«, das Semesterprojekt dreht sich um die Herausforderung, angesichts der kapitalistischen Logik verletzlich zu bleiben. Entgegen der gewissen Machtposition als Dozentin offen zu bleiben, sei nicht immer leicht, findet sie: »Man muss sensibel mit dieser Rolle umgehen, vor allem wenn die Studierenden sich ihr mit ihren persönlichen Geschichten öffnen, etwa zu Klassismus oder Migrationsgeschichten.«<br>Um die eigene Wirksamkeit zu reflektieren, stellt Reisinger ihren Studierenden schon mal die Aufgabe, ein eigenes Designmanifest zu verfassen – und damit zu verinnerlichen, dass es einfacher und nicht zuletzt ressourcenschonender ist, ein Designprodukt von Anfang an menschenzentriert und nach ethischen Prinzipien zu gestalten, als nachträglich Verbesserungen auf ein bestehendes Produkt zu applizieren. Ihre Botschaft an die Konferenzteilnehmer:innen: Klar ist die Vorstellung krass, dass sich ethisches Design vom Kapitalismus lösen soll. Und klar wirft das die Frage auf, wie man damit Geld verdient. »Doch im Idealismus verbirgt sich auch die Kraft, gute Ideen zu entwickeln und mutig in eine bestimmte Richtung zu gehen.«</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="20366" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-768x1024.webp" alt="Nina Reisinger – Ethics &#038; Design" class="wp-image-20366" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-768x1024.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-scaled-655x873.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-450x600.webp 450w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-1152x1536.webp 1152w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-1536x2048.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_2156-Kopie-scaled.webp 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nina und ihr Hund Heidi</figcaption></figure>
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<p>Mehr über Nina Reisingers spannende Arbeit finden Sie <a href="https://ninareisinger.com/">hier</a>. </p>



<p>Bestellen Sie <a href="https://grafikmagazin.de/grafikmagazin-06-23-schwerpunkt-design-im-raum/">hier unsere Ausgabe 06.23 »Design im Raum«</a></p>



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<p>Fotos des Projekts »The Grid is Dissolving: Strategies of Vulnerability in Design«: Yu Ling Cheng, Thereza Menclová, Laura Wolf</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://grafikmagazin.de/nina-reisinger-die-welt-gestalten-in-der-wir-leben/">Nina Reisinger: Die Welt gestalten, in der wir leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://grafikmagazin.de">Grafikmagazin</a>.</p>
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		<title>What’s new in 2024?</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/whats-new-in-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Moosmann]]></dc:creator>
		<pubdate>Mon, 15 Jan 2024 14:07:29 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von grellen Farben, über gewagte Typografie, bis hin zu neuem Maximalismus: Die Grafikdesign Trends für 2024 sind gewagt und alles andere als langweilig. Und während das ein oder andere Design bereits bekannt vorkommen könnte, ist unter den von VistaPrint zusammengetragenen Grafikstilen bestimmt für jeden auch etwas Neues dabei. VistaPrint, ein Unternehmen, das international als Design- [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">Von grellen Farben, über gewagte Typografie, bis hin zu neuem Maximalismus: Die Grafikdesign Trends für 2024 sind gewagt und alles andere als langweilig. Und während das ein oder andere Design bereits bekannt vorkommen könnte, ist unter den von VistaPrint zusammengetragenen Grafikstilen bestimmt für jeden auch etwas Neues dabei.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1600" data-id="19943" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4.webp" alt="Grafikdesign-Trends 2024" class="wp-image-19943" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4.webp 1600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-500x500.webp 500w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-180x180.webp 180w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-655x655.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-600x600.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-1024x1024.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-150x150.webp 150w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-768x768.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-1536x1536.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-75x75.webp 75w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/3D-hyper-surrealism-1-edited_5211070f4-400x400.webp 400w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.behance.net/duong983" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Duong Nguyn</a>, <a href="https://www.behance.net/DiTiet" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Di Tiet</a>, and <a href="https://www.behance.net/comboduy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Duy Dung</a> via Behance</figcaption></figure>
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<p>VistaPrint, ein Unternehmen, das international als Design- und Medienpartner unzähligen Kleinunternehmen zur Seite steht, gewinnt hierdurch einen umfangreichen Blick auf die Entwicklungen in der aktuellen Designwelt. Daraus entstanden, passend zum Jahresbeginn, eine Liste mit zehn aufstrebenden Grafikdesign Trends, die einen Ausblick auf die visuelle Landschaft des kommenden Jahres geben sollen. Auffällig ist hierbei, wie auch der VP of Digital and Design Services bei VistaPrint, Patrick Llewellyn, betont, die deutliche Präsenz von Künstlicher Intelligenz (KI). Diese genoss im letzten Jahr einen explosiv ansteigenden Bekanntheitsgrad, der zum Umdenken in der kreativen Szene führte und die Arbeitsweisen seither beeinflusste. </p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="441" data-id="19946" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-1024x441.webp" alt="Grafikdesign-Trends 2024" class="wp-image-19946" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-1024x441.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-655x282.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-600x258.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-768x331.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849-1536x661.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-1_5188f7849.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" data-id="19947" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-1024x640.webp" alt="Grafikdesign-Trends 2024" class="wp-image-19947" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-1024x640.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-655x409.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-600x375.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-768x480.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b-1536x960.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Future-fusion-2-edited_5194e6f4b.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"><a href="https://99designs.com/profiles/2233489/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rozart ®</a> via 99designs von Vista</figcaption></figure>



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<p>Immer wieder stellte sich die Frage, wie man sich trotzdem abheben und individuell behaupten kann. Im Zuge dessen verzeichnen sich in den aktuellen Designtrends verschiedene Ansätze zum Umgang mit dem perfektionistischen digitalen Output von generativer KI. »Sie [die Grafikdesign Trends 2024] feiern die menschliche Kreativität«, betont Llewellyn.  Deshalb finden sich in den aufgelisteten Trends visuelle Konzepte, die Digitalität und Perfektion mit stimmungsvollen Farbwelten und lebendiger Typografie vereinen, wie »Future Fusion« und »3D Hyperrealismus«. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" data-id="19944" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-767x1024.webp" alt="Grafikdesign-Trends 2024" class="wp-image-19944" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-767x1024.webp 767w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-655x874.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-450x600.webp 450w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-768x1025.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-1151x1536.webp 1151w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc-1535x2048.webp 1535w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Digital-destruction-2-edited_5284fcafc.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.behance.net/bazzabas" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bas van der Burgh</a> via Behance</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="726" height="1024" data-id="19945" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-726x1024.webp" alt="Grafikdesign-Trends 2024" class="wp-image-19945" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-726x1024.webp 726w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-655x924.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-425x600.webp 425w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-768x1084.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-1088x1536.webp 1088w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2-1451x2048.webp 1451w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2024/01/Freehand-revival-2.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://99designs.com/profiles/lulunamostu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">lulunamostu</a> via 99designs von Vista</figcaption></figure>
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<p>Aber auch in die entgegengesetzte Richtung wird sich wild ausprobiert, so wird mit dem Trend der »digitalen Zerstörung« mit gebrochener Typografie, Pixel-Grafiken und Glitch-Effekten der KI bewusst ein Kontrastprogramm gegenübergestellt. Ähnlich motiviert, aber gänzlich anders umgesetzt ist die illustrative Herangehensweise des »Freehand-Revivals”: harmonisch, fein und handgezeichnet wird hier die Unvollkommenheit zelebriert. <br>Schlussendlich bieten die 10 ausgewählten Grafikdesign Trends einen authentischen Überblick darüber, wie sich die kreative Szene in Anbetracht der Umstände entwickelt. Und egal, wie sich die Rahmenbedingungen weiter entwickeln, es wird hier unmissverständlich klar, wie Kreativität unter jeden Umständen einen Weg findet, sich anzupassen und zu florieren.<br>Zur Übersicht aller Grafikdesign Trends 2024 geht es <a href="https://www.vistaprint.com/hub/graphic-design-trends">auf der Website von VistaPrint</a>. Abonnieren Sie doch gerne auch unseren <a href="https://grafikmagazin.de/newsletter/?gad=1&amp;gclid=EAIaIQobChMInMOf6p_BggMVugYGAB04IQt5EAAYAiABEgIdOvD_BwE">Newsletter</a>, um auch in Zukunft regelmäßig Informationen rund um das Thema Design zu erhalten.</p>



<p>Beitragsbild: <a href="https://www.behance.net/Slaykei" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Slaykei</a> via Behance<br>Text: Johanna Schmees</p>



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		<title>Visualizing Complexity: Komplexität attraktiv machen</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/visualizing-complexity-komplexitaet-attraktiv-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Pham]]></dc:creator>
		<pubdate>Mon, 27 Feb 2023 11:37:19 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Publishing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Kommentarspalte der Kickstarter-Kampagne des Buchs »Visualizing Complexity« schreiben die Menschen aus Baltimore, Indien und Finnland. »Sieht umwerfend aus, ich bin so glücklich, dass ich dieses Projekt unterstützt habe«, freut sich Miki; es löse das Versprechen eines brauchbaren, zeitlosen Handbuchs für modulares Informationsdesign ein. Für das Studio Superdot aus Basel scheint sich die immense [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">In der Kommentarspalte der Kickstarter-Kampagne des Buchs <a href="https://www.superdot.studio/visualizing-complexity-modular-information-design-handbook">»Visualizing Complexity«</a> schreiben die Menschen aus Baltimore, Indien und Finnland. »Sieht umwerfend aus, ich bin so glücklich, dass ich dieses Projekt unterstützt habe«, freut sich Miki; es löse das Versprechen eines brauchbaren, zeitlosen Handbuchs für modulares Informationsdesign ein. </p>



<p class="has-large-font-size">Für das <a href="https://www.superdot.studio/">Studio Superdot aus Basel</a> scheint sich die immense Mühe gelohnt zu haben – Insights aus vielen Jahren Arbeitserfahrung in Design, Analyse und Beratung flossen in die Publikation. <a href="https://grafikmagazin.de/produkt/grafikmagazin-01-23-print-digital/">Für die aktuelle Ausgabe</a> konnten wir Darjan Hil und Nicole Lachenmeier zu ihrer Leidenschaft für komplexe Sachverhalte und attraktives Data Design einige Fragen stellen. </p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15550" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/Attachment.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Darjan Hil und Nicole Lachenmeier vom <a href="https://www.superdot.studio/">Studio Superdot</a></figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Darjan und Nicole, wir starten mal ganz allgemein: Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Informationsdesigns?</strong><br>Darjan: Ich wünsche mir, dass Informationsdesign als eine universelle Disziplin und Problemlösungsmethode erkannt wird, welche mittels Sichtbarmachen von verschiedensten Problemen automatisch auch zur Lösungsfindung maßgeblich beitragen kann. Dazu braucht es aber noch einiges an Umdenken und Schulen potenzieller Auftraggeber und von allen Designer:innen selbst.<br>Nicole: Dass sich mehr Designer:innen an Daten heranwagen und dass dadurch die Disziplin der Datenvisualisierung noch mehr im Design ankommt und nicht nur den Wissenschaftler:innen und Journalist:innen überlassen wird.</p>



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<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-13 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="15563" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15563" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_107_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" data-id="15565" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-1024x575.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15565" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-1024x575.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-600x337.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus-1536x863.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_131_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="15557" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15557" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_056_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Darjan Hil beschreibt Informationsdesign als universelle Disziplin und Problemlösungsmethode.</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Euer Buch nimmt sich dieser Lücke an, ihr versammelt darin zehn Jahren Praxiserfahrung mit der Schnittstellendisziplin Informationsdesign. Warum ist zur jetzigen Zeit für euch das Thema besonders aktuell und relevant?</strong><br>Darjan: Es hat einige Umwege und Projekterfahrungen gebraucht, um zu erkennen, dass sich unsere erfolgreiche Arbeitspraxis von den anderen Agenturen und von den Ansätzen in der aktuellen Literatur unterscheidet. Die aktuelle Literatur zum Thema der Datenvisualisierung ist sehr regelbasiert, genauso wie die heutigen Algorithmen, Bots und all die anderen Tools, die uns schnelle Lösungen versprechen. <br>Nicole: Wir wollen durch systematisches Entwerfen mit einem bewussten Einsatz von Elementen, ähnlich einem analogen Algorithmus, arbeiten. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, systematisch Varianten zu bilden und dann zu beurteilen, ob es funktioniert. <br>Darjan: Es ist eine analytische Auseinandersetzung mit dem Material und den Werkzeugen, ähnlich wie es auch bei der Lehre des Bauhausbewegung war. Wir versuchen an unsere Studierenden weiterzugeben, dass die Daten der Rohstoff sind und das modulare Informationsdesign das Werkzeug, um diese ästhetisch darzustellen, ohne aber die Daten zu verfälschen.</p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15564" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_123_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">»Wir wollen durch systematisches Entwerfen mit einem bewussten Einsatz von Elementen, ähnlich einem analogen Algorithmus, arbeiten.«</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Wie war eure Erfahrung mit der Kickstarter-Kampagne? Gab es einen sichtbaren Bedarf für euer Herzensanliegen?</strong><br>Darjan: Es hat uns einiges an Mut abverlangt, uns zu überwinden, ein derart anderes Buch zu schreiben und dann dieses auch noch auf eine Plattform zu stellen, welche für den Vorverkauf von technologischen Gadgets bekannt geworden ist. Wir haben ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass so viele die Kickstarter-Kampagne unterstützen würden. Überrascht hat uns, dass wir innerhalb von 24 Stunden bereits 150 Bücher verkauften und das Kickstarter-Team in San Francisco uns als »Team’s Favorite Project« auswählte. Ab diesem Zeitpunkt ging es los. Nach vier Wochen hatten wir über 700 Unterstützer:innen aus über 30 Ländern.<br>Nicole: Die Kickstarter-Kampagne war eine tolle Möglichkeit zu überprüfen, ob es für Visualizing Complexity eine Community gibt. Zudem gehen wir als Agentur gerne neue Wege und hinterfragen damit auch mal vorhandene Strukturen. Aus meiner Sicht ist es elementar, dass die gegenwärtigen multiplen Krisen zusammen gedacht und nicht gegeneinander ausgespielt werden.</p>



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<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-14 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="15556" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15556" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_048_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="15560" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-1024x576.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15560" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-1024x576.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-655x368.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus-1536x864.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_074_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">»Als Agentur gehen wir gerne neue Wege und hinterfragen damit auch mal vorhandene Strukturen«, so Nicole Lachenmeier.</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Seht ihr es als Potenzial, dass die Menschen sich vermehrt über visuelle Quellen informieren, statt beispielsweise lange Zeitungstexte zu lesen?</strong><br>Darjan: Absolut. Nicht unbedingt als nur positiv. Wir denken, dass Text und Bild eine schöne Koexistenz haben müssen und dass tiefgründige Visualisierungen etwas Zeit benötigen, um verstanden zu werden. Das Entdecken von neuen Erkenntnissen braucht eigene Denkarbeit und bleibt als Erfolgserlebnis viel länger im Gedächtnis haften. Wenn alles schnelllebiger wird, ist das nicht unbedingt vorteilhaft für mehrdimensionale Visualisierungen. Je schneller eine Visualisierung wirken soll, desto weniger Daten sollten verwendet werden.<br>Nicole: Die Herausforderung ist, die Aufmerksamkeit für eine Visualisierung zu bekommen. Da sind wir überzeugt, dass Ästhetik und Data Experience Design dabei helfen. </p>



<p></p>



<p><strong>Die Freude an der korrekten, aber auch kreativen Arbeit – warum scheint es für Designer:innen hier so oft Probleme zu geben, beides zu kombinieren?</strong><br>Darjan: Wenn sich Designer:innen wegbewegen von einer rein ästhetischen Umsetzungstätigkeit in die Position einer Schnittstelle, gibt es immer Rangkämpfe. Journalist:innen, Data Scientists, Statistiker:innen, Strategieberater:innen und viele andere Berufe wollen ihren Platz und ihre Expertise behaupten. Informationen zu visualisieren bedeutet hingegen, dass eventuell Lücken sichtbar werden. Dies kann als Angriff verstanden werden und verlangt von den Designer:innen Mut und Kommunikationsfähigkeiten. Designer:innen fehlt hingegen oft der Wortschatz in einer anderen Disziplin und dann wird der Raum nicht eingenommen, welcher uns zusteht, und zwar die Sachen zu hinterfragen und vermittelbar zu machen. Es ist einfacher, etwas zu dekorieren als gegen den Strom zu schwimmen und zu zeigen, dass etwas nicht ganz klar ist, denn für die anderen Menschen ist es dann wahrscheinlich auch nicht klar. </p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-1024x577.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15559" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-1024x577.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-655x369.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-600x338.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-768x432.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus-1536x865.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_BS_4_20220823_071_u_aus.webp 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ästhetik und Data Design kann dabei helfen, Visualisierungen sinnvoll einzusetzen, ist Studio Superdot überzeugt.</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Euer Buch macht die Probe aufs Exempel und ist wahnsinnig schön aufbereitet. Wie lang habt ihr daran gearbeitet und wie seid ihr bei der Gestaltung vorgegangen?</strong><br>Nicole: Von der ersten Skizze bis zum Punkt, an dem wir das Buch fertig gedruckt in der Hand halten durften, sind ziemlich genau zwei Jahre vergangen. Wir haben das ganze MID-System zuerst von Hand skizziert. Analog zu arbeiten entschleunigt und hilft uns beim Denken. Die Stunden, die wir dann in die digitale Feinarbeit gesteckt haben, haben wir irgendwann nicht mehr aufgeschrieben. Die Texte und das System haben wir gleichzeitig entwickelt, weil Text und Bild bei uns sehr stark zusammenhängen.</p>



<p></p>



<p></p>



<p><strong>An welchen Projekten arbeitet ihr als Superdot gerade, bei denen euer Wissen zur Anwendung kommt?</strong><br>Nicole: Momentan arbeiten wir wieder mehr im Webbereich und entwickeln unter anderem für eine Organisation eine Plattform, um die Daten von deren Partnerinstitutionen öffentlich zugänglich zu machen. Daten können auch Text sein, nicht nur Zahlen. Zudem experimentieren wir viel mit neuen Technologien und entwickeln für einen anderen Kunden eine Augmented-Reality-­Anwendung für eine 3D-Visualisierung. Das MID-System unterstützt uns auch im digitalen Bereich, bewusste Design­entscheidungen zu treffen und mehrdimensionale Informationsebenen in einen Zusammenhang zu bringen.<br>Darjan: Weiter arbeiten wir gerade in einem Projekt daran, eine Webplattform zu bauen, mit welcher sich die Bevölkerung mittels Datenvisualisierung Übersichten über laufende Projekte im Bereich der digitalen Transformation im Kanton informieren lassen kann.</p>



<p></p>



<p>Mehr zum <a href="https://www.superdot.studio/">Studio Superdot aus Basel</a></p>



<p>Das Buch <a href="https://www.superdot.studio/visualizing-complexity-modular-information-design-handbook">»Visualizing Complexity« jetzt kaufen</a></p>



<p>Hier mehr <a href="https://www.eventbrite.ch/e/visualizing-knowledge-on-data-and-design-23-on-march-09-online-event-tickets-549192157527">Infos zum Community Event</a> von Studio Superdot am 3. März 2023</p>



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<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="776" height="1024" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-776x1024.webp" alt="Visualizing Complexity Bild Illustration" class="wp-image-15552" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-776x1024.webp 776w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-scaled-655x864.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-455x600.webp 455w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-768x1013.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-1164x1536.webp 1164w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-1552x2048.webp 1552w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2023/02/MID_20220530_175_bb_best-scaled.webp 1940w" sizes="auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Buch können Sie <a href="https://www.superdot.studio/visualizing-complexity-modular-information-design-handbook">hier kaufen</a></figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Was macht gute Plakatgestaltung aus – ein Interview mit Stephan Bundi und Fons Hickmann</title>
		<link>https://grafikmagazin.de/was-macht-gute-plakatgestaltung-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Moosmann]]></dc:creator>
		<pubdate>Thu, 23 Dec 2021 10:50:28 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Plakat]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://grafikmagazin.de/?p=8304</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wertschätzung, Achtsamkeit, gewaltfreie Kommunikation – gerade in der Kreativbranche hat man diese Begriffe in der letzten Zeit häufig gehört. Mit Kritik aus den eigenen Reihen tun wir uns dennoch oft schwer, was vielleicht daran liegt, dass wir selten über gute Gestaltung diskutieren, schon gar nicht kontrovers von Angesicht zu Angesicht.&#160;Was also macht ein gutes Plakat [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://grafikmagazin.de/was-macht-gute-plakatgestaltung-aus/">Was macht gute Plakatgestaltung aus – ein Interview mit Stephan Bundi und Fons Hickmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://grafikmagazin.de">Grafikmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-larger-font-size">Wertschätzung, Achtsamkeit, gewaltfreie Kommunikation – gerade in der Kreativbranche hat man diese Begriffe in der letzten Zeit häufig gehört. Mit Kritik aus den eigenen Reihen tun wir uns dennoch oft schwer, was vielleicht daran liegt, dass wir selten über gute Gestaltung diskutieren, schon gar nicht kontrovers von Angesicht zu Angesicht.&nbsp;Was also macht ein gutes Plakat aus? Wann ist es auszeichnungswürdig und welche Tipps kann man jungen Kreativen mit auf den Weg geben? <br>Ein ehemaliger und der amtierende Präsident des Vereins 100 beste Plakate und damit zwei großartige Plakatgestalter diskutierten mit Christine Moosmann über Plakatgestaltung. Stephan Bundi und Fons Hickmann waren nicht immer einer Meinung, aber so viel ist gewiss: Das Plakat ist ein Medium wie kein anderes. </p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-15 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8319" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8319" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Otello-Poster-V.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="723" height="1024" data-id="8320" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-723x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8320" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-723x1024.webp 723w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-655x927.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-424x600.webp 424w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-768x1087.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-1085x1536.webp 1085w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-1447x2048.webp 1447w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor-900x1274.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/rias_kammerchor.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Otello, Stephan Bundi / Rias, Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Im Zuge der 100 Besten Plakate, die wir im&nbsp;<em>Grafikmagazin</em>&nbsp;03.21 vorstellten, hast du, Stephan, als ehemaliger Präsident einige Punkte rund um Wettbewerbe und Plakatgestaltung kritisch angesprochen. Ich hatte das Gefühl, dass man darüber einmal sprechen sollte, am besten mit dir, Fons, dem aktuellen Präsidenten.&nbsp;</strong>&nbsp;</p>



<p>Stephan Bundi: Ich habe unter anderem in Deutschland studiert und was mich immer beeindruckt hat, war die Streitkultur. Man kann auf gute Art und Weise eine andere Meinung vertreten und doch zu einem Ziel kommen.&nbsp;</p>



<p>Fons Hickmann: Das halte ich für einen guten Punkt. Diskussion ist wichtig und auch unterschiedliche Meinungen in der Gesellschaft. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es den Leuten immer schwerer fällt, unterschiedliche Meinungen zu ertragen, doch das müssen wir und wir müssen auch mit unterschiedlichen Meinungen respektvoll umgehen. Denn wenn ich verstehe, wie der andere denkt, dann kann mich das selbst  bereichern. Also sollten wir uns auch jetzt Mühe geben, richtig unterschiedlicher Meinung zu sein. (Lachen)</p>



<p>SB: Wir kennen uns persönlich nicht sehr gut, aber wir haben gewisse Parallelen, was unsere Auftragsbereiche angeht. Fons, deine Arbeiten musste ich nicht extra recherchieren und das ist für mich eines der besten Zeichen, wenn man sich auch nach Jahren noch an Arbeiten erinnert, weil sie haften geblieben sind. Mehr kann ein Plakat nicht und da sind wir schon beim Wettbewerb. Wenn ich mir die 100 Besten durchschaue, dann sind für mich die besten die, an die ich mich am nächsten Tag noch erinnere. Das sind aber nicht viele und an die wenigsten erinnere ich mich nach zehn Jahren noch. Das ist für mich ein wichtiger Aspekt und heißt, dass sich jemand wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Und nicht nur visuelle Dekoration gemacht hat, sondern visuelle Kommunikation.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-1024x683.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8321" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-1024x683.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-655x437.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-600x400.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-768x512.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-1536x1024.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern-900x600.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Jazz_Luzern.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p><strong>Bei Wettbewerben habe ich manchmal das Gefühl, dass eine gewisse inhaltliche Schärfe fehlt, eine wirklich gute Idee, die für mich Plakatgestaltung ausmacht. Irre ich mich da?</strong></p>



<p>FH: Nein, ich finde, dass genau das das Profil der 100 Besten Plakate ist und dieser Wettbewerb einen künstlerischen Ansatz hat. Das ist nicht vergleichbar mit Plakaten aus dem kommerziellen Bereich oder mit Wettbewerben wie dem Art Directors Club oder Type Directors Club oder dem Red Dot. Das Besondere an diesem Format ist, dass das künstlerische, intellektuelle und sozialpolitische Plakat präferiert wird, auch in der Auswahl.&nbsp;<br>Allerdings muss man auch dazu sagen, dass die Jury jedes Jahr eine andere ist. Übrigens ist die fünfköpfige Jury paritätisch besetzt, das heißt in einem Jahr sind es drei Männer und zwei Frauen, im nächsten Jahr ist es umgekehrt. Wir besetzen auch altersparitätisch, sprich es sind jüngere und ältere Kreative in der Jury vertreten, zudem kommt aus jedem der drei beteiligten Länder mindestens ein Mitglied, plus ein Gast aus dem Ausland. Die Jury-Zusammensetzung ist also kompliziert.<br>Aber die Jury ist unabhängig und folgt keinen ästhetischen oder inhaltlichen Vorgaben des Vereins. Jede Jury ist völlig anders und da finde ich es schon erstaunlich, dass über die Jahre gesehen das Qualitätsniveau doch meist sehr hoch ist, auch im Vergleich mit anderen Wettbewerben.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="715" height="1024" data-id="8322" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-715x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8322" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-715x1024.webp 715w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-655x938.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-419x600.webp 419w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-768x1100.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-1072x1536.webp 1072w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-1430x2048.webp 1430w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53-900x1289.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.53.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8323" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04-717x1024.png" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8323" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04-717x1024.png 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04-655x935.png 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04-420x600.png 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04-768x1097.png 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.21.04.png 829w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Das Plakat, Fons Hickmann / Tartuffe, Stephan Bundi</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Müssen denn immer hundert ausgezeichnet werden?</strong></p>



<p>FH: Ja, ein paar Spielregeln haben wir schon. Am Ende sind es hundert Plakate, wobei eine Serie als eins gilt, das macht dann schon mal 140 Plakate aus, so wie in der diesjährigen Ausstellung.&nbsp;</p>



<p>SB: In der Schweiz gab es den Wettbewerb »Schweizer Plakate des Jahres«, dieser wurde 1943 gegründet und zeichnete die schönsten Plakate aus. Und das Tolle an dem System war, dass die Plakate dann in allen größeren Städten schweizweit ausgestellt wurden. Ich kann mich erinnern, dass wir uns das mit der Schule angesehen haben und man musste dann einen Aufsatz darüber zu schreiben. Das war ganz wichtig für das Bewusstsein in der Schweiz für Grafik und für das Plakat.&nbsp;<br>Das ist vielleicht ein Problem bei den 100 Besten, aber auch beim ADC und anderen Wettbewerben, es sind immer Blasen, in denen wir uns befinden. Und als Schweizer findet man, der Name 100 Beste Plakate wirkt schon sehr deutsch. Es gibt 100 Beste und der 101. ist nichts mehr wert. (allgemeines Lachen)&nbsp;<br>Auch ist der 99ste genauso gut wie der Erste. Ich fände es besser, die Plakate des Jahres zu küren. In der Schweiz konnte man für diese Auszeichnung zum Beispiel nicht einreichen, man wurde einfach ausgewählt. Ich habe das in Bern noch miterlebt, da waren alle 3500 Plakate in einer riesigen Halle an einer Wäscheleine aufgehängt und man brauchte Stunden, um alle abzulaufen.&nbsp;</p>



<p>FH: Du hast recht, die Qualität kann man nicht an der Zahl festmachen. Man kann nicht sagen, es gibt jedes Jahr nur 100 gute Plakate, manche Jahrgänge sind auch stärker als andere. Aber dieser Wettbewerb hat eine Tradition und wurde vor 60 Jahren in der DDR ins Leben gerufen. Anfangs war er regional sehr begrenzt, dann zeichnete er Deutschlandweit aus und seit 20 Jahren werden Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz prämiert. Die Klammer waren immer die »100 Besten«, dadurch wurde der Wettbewerb als Marke wahrgenommen und besitzt auch international Strahlkraft.</p>



<p>SB: Ja, das kann man nicht mehr ändern, aber man könnte auch andere Dinge infrage stellen. Ich habe zum Beispiel als Präsident die Online-Eingabe eingeführt, das gab es vorher nicht und vom Verein der 100 Besten Plakate kam viel Widerstand: Ein Plakat muss man fühlen und richtig sehen. Nein, wenn ein Plakat nicht im Halbdunkel und schlecht gedruckt wirkt, dann ist es nicht gut. Ein Plakat ist ja kein Kunstdruck, der nur im Museum mit Licht ausgeleuchtet richtig zur Geltung kommt. Wenn du ein Plakat in Bildschirmgröße nicht gut findest, dann ist es in Originalgröße auch nicht besser.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>FH: Uwe Loesch hat mal gesagt, ein Plakat muss auch als Briefmarke funktionieren.&nbsp;</p>



<p>SB: Ja genau, das ist heute längst unbestritten. Wichtig ist aber auch, wer auswählt. Beim Swiss Poster Award zum Beispiel besteht die Jury aus Fotografen, Grafikern, Werbeleuten und Marketingmenschen. Dann hat man nicht so ein Blasengebilde. Ich weiß mehr oder weniger, was Grafiker gut finden und weiß, wie Werber denken, aber es gibt gute Arbeiten, die sind einfach gut und werden auch vom Gros der Leute als gut eingestuft.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8326" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8326" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Ezio-Poster-V.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="712" height="1024" data-id="8327" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-712x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8327" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-712x1024.webp 712w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-655x942.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-417x600.webp 417w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-768x1105.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-1068x1536.webp 1068w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-1423x2048.webp 1423w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06-900x1295.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.24.06.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Ezio, Stephan Bundi / Vagina Monologues, Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Gibt es wirklich ganz neutrale Kriterien, die ein gutes Plakat ausmachen?</strong></p>



<p>SB: Ja, das sind Innovation und Plakatgerechtigkeit … und dann sind selbstinitiierte Projekte natürlich nicht vergleichbar mit Auftragsarbeiten. Ich habe beispielsweise einen Kunden, das ist ein permanenter Kampf. Die wollen eigentlich nie, was ich mache. Ich gehe da immer wieder ans Limit und sage: Dann müsst ihr euch halt einen anderen Grafiker suchen.</p>



<p>FH: Wettbewerbe haben Qualitätskriterien, aber jeder hat auch seine persönlichen Kriterien. Für mich ist ein Plakat etwas, das formal und inhaltlich funktioniert und bei dem Form und Inhalt zusammengehören und zusammenpassen. Zudem muss ein Plakat inhaltlich und ästhetisch relevant sein. Ästhetisch relevant, da stellt sich natürlich die Frage, was ist das? Dazu gehört, was wir bei den 100 Besten immer wieder sehen, dass es sehr zeitgenössisch ist.&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8324" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8324" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/TBS-Puritani-Poster-12_2015-V.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="708" height="1024" data-id="8325" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-708x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8325" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-708x1024.webp 708w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-655x947.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-415x600.webp 415w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-768x1111.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-1062x1536.webp 1062w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-1416x2048.webp 1416w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04-900x1302.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.04.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 708px) 100vw, 708px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">I Puritani, Stephan Bundi / Don Carlos, Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Aber gehen zeitgenössisch und zeitlos zusammen? Von guter Gestaltung sagt man ja meist, dass sie zeitlos sein soll.</strong></p>



<p>FH: Das muss nicht zusammengehen. Etwas Zeitgenössisches hat immer einen Touch von Mode, wie in der Musik, der Fashion oder der Kunst. Eine Ästhetik, die nur heute geht und nicht morgen und auch nicht gestern. Das ist ein Aspekt von zeitgenössisch oder auch zeitgeistig. Und dann gibt es noch die klassischen Parameter, also bestimmte Schriften, Formen oder Farben, die als zeitlos gelten. Eine Bilddiagonale wird immer eine Bilddiagonale sein und wenn du innerhalb eines Plakats einen Spannungsbogen aufbaust, dann ist das ganz ähnlich, wie in der Kunst ein Bild komponiert wird. Es gibt Mechanismen, die funktionieren visuell einfach. Das ist dann vielleicht zeitlos, aber nicht zwingend zeitgenössisch.</p>



<p>SB: Ich bin da weitgehend deiner Meinung, wobei ich finde, dass ein Plakat ein klassisches Medium ist. Es ist immer interessant, wenn Leute sagen, wir müssen das Plakat neu denken. Boah, das ist, wie wenn jemand sagt, wir müssen das Schachspiel neu denken. Nein, muss man nicht!</p>



<p>Das Plakat ist eine Fläche, die klebt an der Wand, der Inhalt muss lesbar sein und uns ansprechen. Interessant ist, dass das Plakat das einzige Medium ist, das auf Distanz anders wirken kann als aus der Nähe. Mit diesen optischen Phänomenen habe ich selbst oft gespielt und das geht nicht bei einem Buchumschlag oder einem Inserat. Dieses Medium ist so reich an Möglichkeiten und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hamlet-Plakate es gibt oder dein Don-Carlos-Plakat, der Jumbo im Wald – da kriege ich weiche Knie. (allgemeines Gelächter)&nbsp;<br>Ich habe selbst schon zweimal Plakate für Don Carlos entworfen, ein großartiges Drama, Liebesgeschichten, die nicht funktionieren, die zu Tod, Enttäuschung oder Verrat führen. Ein Herz wäre also immer richtig, aber das geht natürlich nicht. Das Drama fängt aber im Bois de Boulogne an, die Situation ist ausweglos und wenn man dann deinen Jumbo im Wald sieht, denkt man: Ja. Genau so ist das! Mein Ansatz war ein Schloss, bei dem der Schlüssel im Bügel hängt, sodass man das Schloss nicht öffnen kann. Nichts geht mehr. Das sind Ideen, die finde ich beeindruckend und die möchte ich als Juror auch nicht diskutieren, die sind einfach top.&nbsp;</p>



<p>FH: Man kann noch zwei weitere gute Parameter hinzufügen. Das eine ist für mich die Nah- und Fernwirkung, die wirklich nur dieses Medium so beherrscht. Ein Plakat muss von ganz weit wirken und einen ersten Eindruck vermitteln, dann gehst du ran und hast im besten Fall noch mal eine andere Wirkung, nämlich die Information. Man kann also zwei Botschaften vermitteln, zum einen ein Signal, das kann eine Provokation sein oder eine starke Idee. Und wenn du rangehst, entschlüsselt sich möglicherweise ein Subtext. Genau das begeistert mich an Plakaten, wenn ich eine darunterliegende Botschaft erkenne. Auf den ersten Blick nehme ich das Signal wahr und auf den zweiten denke ich, oh wow, da ist der Bezug, da ist eine Analogie. Und das sind dann auch die hervorragenden Arbeiten, die uns dauerhaft beeindrucken.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8331" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8331" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/ArchiForum-Beyond-Architecture-Poster.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8328" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8328" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Les-Fees-du-Rhin-Poster-V.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Stephan Bundi</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Kann man das lernen? Ich würde gern noch den Bereich Lehre und Ausbildung ansprechen.</strong>&nbsp;</p>



<p>FH: Klar kann man das lernen. Einer meiner Lehrer war Uwe Loesch und für ihn waren Analogien immer essenziell. Ein Hinweis oder ein Witz, den ich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkenne, sondern nur, wenn ich mich mit dem Thema beschäftige. Theaterplakate werden beispielsweise auch von Leuten beurteilt, die gar nicht wissen, was Theater ist …&nbsp;</p>



<p>SB: Ja, aber die müssen es auch nicht verstehen.&nbsp;</p>



<p>FH: Die können es auch nicht verstehen, aber das ist ok. Da ist mir der Rezipient dann auch »egal«, der sich nicht müht um Kultur und um Bildung, denn er kann es gar nicht verstehen. Ich kann mich aber auch nicht auf dieses Niveau begeben, um die Sache verständlich zu machen, denn wenn man Theater verstehen will, muss man es auch anschauen. Wenn man Musik verstehen will, muss man sie hören.&nbsp;</p>



<p>SB: Das kann aber auch problematisch sein. Wenn ich ein Macbeth-Poster mache, wissen die meisten sofort, um was es geht. Wenn ich aber ein Plakat zu Ephebiphobie mache, das ist die Angst vor Teenagern, dann können die meisten das Motiv nicht entschlüsseln.&nbsp;</p>



<p>FH: Aber dann ist das Ganze ein Rätsel für mich. Ich habe ein Fremdwort und ein Sujet und dieses Rätsel muss ich lösen wollen. Wenn ich es löse, dann passiert der Memory-Effekt und ich vergesse das Plakat und das Thema nie wieder. Diesen Mechanismus können wir im Idealfall durch unsere Arbeit auslösen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="728" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-1024x728.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8330" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-1024x728.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-655x466.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-600x427.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-768x546.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-1536x1092.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26-900x640.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.26.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Hat das Plakat heute noch eine so starke Bedeutung wie früher? Schließlich wird </strong>i<strong>nzwischen auch über viele andere Medien kommuniziert …</strong></p>



<p>FH: Ich verstehe die Frage, die habe ich wohl zum ersten Mal gehört, da war ich noch Student, jetzt bin ich schon eine ganze Weile dabei, du, Stephan, noch länger …</p>



<p><strong>Du meinst, die Frage ist ein Evergreen? (Gelächter)</strong></p>



<p>FH: Ja, die Frage ist ein Evergreen. Und ich kann nur sagen, warum sitzen wir denn hier? Das Plakat ist das kommunikativste Medium überhaupt! Das ist es immer schon gewesen und das bleibt es, auch wenn es sich inzwischen immer häufiger auch bewegt. Selbst wenn wir über Politik reden, reden wir über Plakate. Ich finde, die Frage beantwortet sich recht schnell.&nbsp;</p>



<p>SB: Ich sehe das genauso. Bei Theateraufträgen höre ich oft: Sollen wir nicht mehr auf der Webseite machen? Nein, das Plakat ist ein Hinweismedium. Ich muss erst mal wissen, was überhaupt läuft, denn ich gehe ja nicht einfach so auf irgendwelche Webseiten. Wenn ich aufmerksam geworden bin, dann gehe ich ins Internet, informiere mich über freie Plätze, Preise oder buche ein Ticket, dafür sind Webseiten wunderbar, aber ich muss diesen ersten Hinweis erst einmal bekommen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="767" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-1024x767.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8332" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-1024x767.webp 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-655x490.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-600x449.webp 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-768x575.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-1536x1150.webp 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-702x526.webp 702w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921-900x674.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/BundiHickmann-Zuerich0921.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fons Hickmann und Stephan Bundi, 2021 in Zürich</figcaption></figure>



<p></p>



<p><strong>Ein Plakat lebt ja auch immer von seiner Umgebung. Wie sehr denkt man das beim Entwurf mit?</strong></p>



<p>FH: Ich finde das tatsächlich nicht so wichtig. Ein Plakat darf auch im Museum hängen. Es muss nicht nur an der Litfaßsäule funktionieren, es kann auch einen ästhetischen Weg verfolgen, so wie in der Kunst. Das ist nicht die Masse, aber ich finde es wichtig, dass Gestalter das Medium auch als künstlerische Ausdrucksform begreifen. Ein Plakat ist nicht nur Werbung.&nbsp;</p>



<p>SB: Um noch einmal auf deine frühere Frage zurückzukommen, kann man das lernen? Natürlich kann man vieles wie etwa Basics lernen. Es gibt Regeln, aber das Gegenteil kann auch manchmal richtig sein. Man spricht ja von Plakatkunst, nicht von Inserat-Kunst oder Flyer-Kunst, und diese Kunst muss man beherrschen. Ich hatte schon Studierende, die meinten, du, schau mal, mein Plakat, da hab’ ich mir dies überlegt und dann habe ich das so gemacht und dann so. Und nach zwanzig Minuten meinte ich, hör mal, wie soll das funktionieren? Willst du vor deinem Plakat stehen und allen Leuten minutenlang erklären, was deine geniale Absicht war? Wenn nicht sofort rüberkommt, was ich wissen will, dann funktioniert es nicht. Da muss ich nicht lange vom goldenen Schnitt reden. (lacht)</p>



<p>FH: Ich versuche immer mitzugeben, erzähle nicht die Pointe, bevor du nicht den Witz erzählt hast. Und eine weitere wichtige Regel: Nimm den Betrachter ernst! Man muss ihm auf Augenhöhe begegnen und darf nicht sofort alles verraten. Damit unterfordern wir die Menschen, für die wir Kommunikation betreiben. Und intellektuelle Unterforderung ist eigentlich eine Beleidigung. Bei allem, was ich sehe oder lese, in der Kunst, Musik, Kultur und Literatur, möchte ich gefordert werden. Kommunikation, die unterfordert, besitzt keine Nachhaltigkeit.&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="8333" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-717x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8333" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-717x1024.webp 717w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-655x936.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-420x600.webp 420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-768x1097.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-1075x1536.webp 1075w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-1433x2048.webp 1433w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V-900x1286.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Gegen-den-Fortschritt-Poster-V.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" data-id="8329" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-710x1024.webp" alt="Plakatgestaltung Interview Bundi Hickmann im Grafikmagazin" class="wp-image-8329" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-710x1024.webp 710w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-655x944.webp 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-416x600.webp 416w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-768x1107.webp 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-1065x1536.webp 1065w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-1420x2048.webp 1420w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44-900x1298.webp 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/12/Bildschirmfoto-2021-12-22-um-19.23.44.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Fortschritt, Bundi / Skopje, Fons Hickmann</figcaption></figure>



<p></p>



<p>Wir bedanken uns herzlich bei <a href="http://www.atelierbundi.ch">Stephan Bundi</a> und <a href="http://www.fonshickmann.com">Fons Hickmann</a> für das unterhaltsame und informative Gespräch und beim Taschen-Hersteller <a href="http://www.freitag.ch">Freitag</a>, der uns freundlicherweise einen Besprechungsraum im Zürcher Büro zur Verfügung stellte. </p>



<p>Die aktuelle Ausschreibung des Wettbewerbs »<a href="https://100-beste-plakate.de">100 Beste Plakate</a>« läuft noch bis zum 20. Januar 2022.</p>



<p>Wenn Sie mehr über Plakate erfahren möchten, empfehlen wir unser <a href="https://grafikmagazin.de/produkt/grafikmagazin-05-21-print-digital/">Grafikmagazin 05.21 mit dem Schwerpunkt »Plakatgestaltung«</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-1024x685.jpg" alt="Grafikmagazin 05.21" class="wp-image-6871" srcset="https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-1024x685.jpg 1024w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-655x438.jpg 655w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-600x400.jpg 600w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-768x514.jpg 768w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-1536x1028.jpg 1536w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1-900x602.jpg 900w, https://grafikmagazin.de/wp-content/uploads/2021/10/DSC08284-1.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<p>Der Beitrag <a href="https://grafikmagazin.de/was-macht-gute-plakatgestaltung-aus/">Was macht gute Plakatgestaltung aus – ein Interview mit Stephan Bundi und Fons Hickmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://grafikmagazin.de">Grafikmagazin</a>.</p>
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